Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit schmücken sie Wohnzimmer auf der ganzen Welt: die berühmten Elf-Punkte-Engel aus dem Erzgebirge. Das Holzhandwerk aus dem Erzgebirge ist ein schönes Beispiel für Handwerkskunst made in Sachsen – mehr Beispiele aus dem Bundesland bekommst du auf der Website von Sachsen Tourismus.
Der Kurort Seiffen mit gut 3.000 Einwohner*innen ist völlig zu Recht Standort von Deutschlands einziger Holzspielzeugmacher- und Drechslerschule: Immerhin hat sich der Ort als Zentrum der Holzkunst im Erzgebirge etabliert. Sehenswert sind hier neben der kleinen Bergkirche, gestaltet nach dem Vorbild der Frauenkirche in Dresden, vor allem diese 3 Highlights der Holzkunst:
Die Firma Wendt & Kühn wurde übrigens Anfang des 20. Jahrhunderts von zwei starken Frauen gegründet: Margarete, kurz: Grete, Wendt, die 1887 in Grünhainichen geboren wurde – ihr Vater war hier Direktor der Staatlichen Spielwaren- und Gewerbeschule. Als eine der ersten Frauen überhaupt konnte Grete Wendt an der Dresdner Akademie für Kunstgewerbe studieren. Und lernte in Dresden Margarete Kühn kennen, mit der sie 1915 die gemeinsame Firma Wendt & Kühn gründete.
Bis heute stellt die Firma am Stammsitz in Grünhainichen Holzfiguren nach dem zeitlosen Design vor; Klassiker sind die Engel mit elf weißen Punkten auf den grünen Flügeln oder die Blumenkinder. In Grünhainichen bekommst du besondere Einblicke in die Herstellung der legendären Holzfiguren:
Im plazy-Podcast places to go stellen wir dir noch weitere Klassiker aus sächsischer Herstellung vor wie die Herrnhuter Sterne und Porzellan aus Meißen. Wenn du wissen willst, warum ausgerechnet die Not der Bergleute im Erzgebirge zum Holzkunst-Handwerk führte, und was junge Menschen noch heute dazu bringt, diese Tradition zu erlernen, höre dir die Podcast-Episode über das Erzgebirge an. Wie immer in unter zehn Minuten stellen wir dir die Region vor und erzählen dir die spannendsten Geschichten aus dem Erzgebirge. Du findest die Episode überall, wo es Podcasts gibt, oder gleich hier: