places to go auf Island: Vulkane, Wasserfälle und Geysire

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places to go auf Island: Vulkane, Wasserfälle und Geysire

Island ist die größte Vulkaninsel der Welt, mehr als 30 Vulkansysteme sind auf der Insel aktiv. Gleichzeitig sind zehn Prozent der Fläche des Landes vergletschert. Als Insel aus Feuer und Eis gehört Island zu den spannendsten Reisezielen Europas.

Island-Steckbrief: Bevölkerung, Klima, Lage & Gesellschaft

  • Größe: Island misst gut 100.000 Quadratkilometer, das ist circa ein Drittel der Fläche Deutschlands. Allerdings ist ein Großteil der Fläche kaum oder gar nicht besiedelt. Insgesamt zählt Island ca. 390.000 Einwohner*innen, damit leben auf der Insel weniger Menschen als in Hannover. Rund zwei Drittel der Isländer*innen wohnen im Großraum der Hauptstadt Reykjavik.
  • Lage: Die Insel liegt im Nordatlantik, knapp südlich des Polarkreises, zwischen Grönland im Westen und Norwegen im Osten. Spannend dabei ist die geologische Lage. Mitten durch die Insel verläuft eine tektonische Plattengrenze: Die eurasische und nordamerikanische Kontinentalplatte driften hier auseinander. Im Þingvellir Nationalpark kannst du diese Grenze sehen: Die Kluft zwischen den Platten manifestiert sich hier als Graben, der jedes Jahr ein paar Zentimeter weiter wird.
  • Landschaft & Klima: Island hat ein kühles maritimes Klima, die Winter sind oft verhältnismäßig mild, die Sommer mit Durchschnittstemperaturen von 10-13 Grad Celsius eher kühl. Kennzeichnend für die Insel ist, dass es starke Winde gibt und dass sich das Wetter auch innerhalb eines Tages extrem schnell ändern kann, du kannst hier sprichwörtlich “vier Jahreszeiten an einem Tag” erleben. Ebenfalls extrem sind Islands Landschaften: Im Zentrum der Insel erhebt sich das zerklüftete und gerade im Winter kaum zugängliche Hochland. Als “Hauptstadt des Nordens” gilt die 20.000 Einwohner*innen-Stadt Akureyri, außerhalb des Ballungsraums rund um Reykjavik sind fast alle anderen Siedlungen deutlich kleiner. Umso mehr Platz für Gletscher, Lavafelder, heiße Quellen und schwarze Strände.
  • Gesellschaft: Was in Island besonders auffällt, ist das offene, fast familiäre Miteinander. So benutzen die Isländer*innen zum Beispiel keine klassischen Familiennamen, sondern beziehen sich stattdessen mit den Endungen „-son“ oder „-dóttir“ immer auf den Vornamen der Eltern. Isländer*innen duzen sich durchweg und oft kennt man sich hier auch über Städte hinweg persönlich. Der Alltag ist stark digitalisiert, achte im Vorfeld darauf, dass du die nötigen Apps, etwa zur Buchung von Parkplätzen an großen Sehenswürdigkeiten heruntergeladen hast.

Was du auf Island gesehen haben solltest: Golden Circle und Ringstraße 1

Dreh- und Angelpunkt für Island-Reisende ist die Hauptstadt Reykjavik mit dem Flughafen Keflavik. Abhängig davon, wie viel Zeit du für die Insel eingeplant hast, gibt es zwei Routen-Klassiker:

Der Golden Circle

Der Golden Circle ist ideal für einen kurzen Stop-over-Aufenthalt von ein oder zwei Nächten: Gerade für den ersten Island-Trip ist die Rundtour fast ein Muss – auf 230 Kilometern verbindet sie gleich drei Highlights der Insel.

  • Þingvellir Nationalpark: Hier driftet die nordamerikanische und eurasische Kontinentalplatte auseinander; außerdem fand sich hier schon um das Jahr 930 das älteste Parlament Europas zusammen.
  • Gullfoss: Der “Goldene Wasserfall“ gilt wegen seiner beeindruckenden Kraft und Größe als Islands bekanntester Wasserfall. Pro Sekunde stürzen hier bis zu 1.200 Kubikmeter Wasser über zwei Kaskaden 70 Meter in die Tiefe. Nur 10 Kilometer entfernt liegen die berühmtesten Geysire der Insel.
  • Große Geysir & Strokkur: Während der Große Geysir eher selten in Aktion ist, spuckt der Strokkut regelmäßig alle 5–10 Minuten heißes Wasser 20 bis 30  Meter hoch in den Himmel.

Die Ringstraße 1

Wenn du ein bis zwei Wochen (oder auch mehr) Zeit hast, ist die Ringstraße 1 die beste Route, um die Insel zu entdecken. Die 1.330 Kilometer lange und gut ausgebaute Strecke umrundet die Insel und ist Islands wichtigste Verkehrsader. Von dort zweigen auch die Routen ins Landesinnere ab, allerdings solltest du gerade, wenn du zum ersten Mal auf der Insel bist, durchaus Respekt vor solchen Abstechern haben und sie gut planen. Durch plötzlichen Regen können sich Flüsse zeigen, wo sonst keine waren, und Schotterpisten ohne Leitplanken können auch für erfahrene Fahrer*innen eine Herausforderung sein.

Wir haben in unserem plazy-Podcast places to go mit dem Fotografen und Island-Kenner Aaron Moser gesprochen. Er kennt die Insel gut und rät allen, die zum ersten Mal auf der Insel sind, sich nicht auf eigene Faust (und nicht ohne Allrad-Antrieb) auf den Weg ins Landesinnere zu machen. Wer ins Hochland möchte, kann dafür geführte Touren buchen, die auch für kleine Gruppen mit zwei oder drei Teilnehmer*innen angeboten werden.

Ein Stopp an der Ringstraße, der ihn immer wieder beeindruckt, ist einer, der bei aller fotografischen Dramatik auch ein Bewusstsein für den Klimawandel schafft:

  • Gletscherlagune Jökulsarlon: Die relativ junge Lagune entstand erst vor etwa 80 Jahren am Rand des Vatnajökull, Europas größtem Gletscher. Hier lösen sich Eisberge vom Gletscher treiben durch die Lagune und enden oft am Meer – oder am Diamond Beach, wo die Eisbrocken auf dem schwarzer Lavasand wie Diamanten glänzen.
  • Sein Tipp für alle, die eine Stop abseits der Ringstraße suchen: Snæfellsjökull‑Nationalpark – bekannt aus Jules Vernes "Reise zum Mittelpunkt der Erde“. Hier erwarten dich Gletschergipfel, Lavafelder, Meerblicke und sagenhaften Aussichten.

Mehr zu Island und Profi-Tipps von Aaron Moser zum Thema Polarlichter und wie du sie am besten fotografierst, erfährst du im plazy-Podcast places to go in unserer Episode zu den Island Basics. Live erleben kannst du Aaron Moset bei seinen Reiseshows oder bei einer seiner Fotoreisen zu interessanten Zielen in aller Welt. Du findest die Podcast-Folge auf allen gängigen Podcast-Platformen oder gleich hier.