Dieser Kurort, knapp 11.000 Einwohner*innen groß, liegt ganz am westlichen Rand des Taunus, schon fast im Rheingau mit seinen Weinhängen am Rhein – und ist genau der richtige Ort für alle, die zur Ruhe kommen wollen. Besonders bekannt ist Bad Schwalbach für seine Moorbäder; die Zutaten kommen aus den Moorgruben im Kurpark und aus Wiesenmooren in nahen Tälern. Außerdem ist Bad Schwalbach Kneipp-Kurort.
Kurhaus: In den 1870ern entwarf der Wiesbadener Architekt Philipp Hoffmann dieses Gebäude im Stil der italienischen Spätrenaissance. Heute finden hier Theater- und Kinoaufführungen sowie Konzerte und andere Events statt.
Moorbadehaus: Im Mai 1905 wurde das Jugendstil-Haus eröffnet; hier wurden lange die berühmten Moorbäder eingenommen. Dafür wird trockener Torf gemahlen, gesiebt und mit lokalen Heilquellenwasser zu einem Brei angereichert, der dann auf 42 Grad erwärmt wird. Heute gibt’s die Moorbäder im Physiotherapiezentrum Remmers, das Moorbadehaus wird saniert.
Kur-Stadt-Apothekenmuseum: In einer ehemaligen Grundschule zeigt die Dauerausstellung am Wochenende die Geschichte von Bad Schwalbach. Zu sehen sind etwa das vollständig erhaltene Mobiliar der ältesten Apotheke im Taunus sowie Bilder und Informationen zum Fund eines 2500 Jahre alten Keltengrabes in Bad Schwalbach.
Brunnenweg: Dieser ausgeschilderte Rundwanderweg führt zu elf Quellen in Bad Schwalbach. Da das Wasser an jeder unterschiedlich schmeckt, gilt: Unbedingt probieren!
Kneipp-Venentreppe: Direkt am Kurhaus gibt’s hier eine Treppe und spezielle Übungen gegen Besenreiser, Krampfadern oder schwere Beine.
Kneipp-Wassertretbecken: Tagsüber soll es erfrischen, abends beruhigen – wie genau das Kneippsche Wassertreten funktioniert, wird hier, gegenüber dem Stahlbadehaus, erklärt. Und wer’s ausprobieren möchte, steigt direkt ins Becken.
Kurpark: Über Mentebachtal und Röthelbachtal erstreckt sich der weitläufige Kurpark. Hier kannst du auf dem Kneipp-Barfußpfad über Kork, Kies oder Sand spazieren, an verschiedenen Quellen von dem eisenreichen und kohlensäurehaltigen Heilwasser probieren oder auf Holzstegen entlang der Moorgruben spazieren.
Wenn du dir den Kurpark nicht komplett zu Fuß erschließen willst: Die einstige Moorbahn startet ab dem Moorbadehaus zu den Gruben und dem begehbaren Moor.
Wisper Trails: Diese Premiumwanderwege durchziehen den gesamten Wispertaunus, eine besonders schöne Runde startet in Bad Schwalbach am Moorbadehaus: Die Route namens “Kurschatten” ist knapp sieben Kilometer lang und dauert etwa zwei Stunden. wisper-trails.de
Und noch ein persönlicher Tipp von Petra Mergner, Leiterin des Bereichs Kur und Tourismus in Bad Schwalbach: “Wenn ich ein lauschiges Plätzchen suche, gehe ich auf die Mathildenruh. Das ist ein ruhiger Ort, von dem man wunderschön ins Tal schauen kann.” Der Aussichtspunkt mit kleinem Pavillon liegt an der “Kurschatten”-Wanderroute oder auf dem Weg vorbei an den Nesselbach-Teichen. Mergners Empfehlung: “Es lohnt sich, ein Picknick mitzunehmen und etwas länger hier zu verweilen.”
… kannst du dir auf plazy.travel selbst in drei Fragen zusammenstellen: Hier geht's zu deinem persönlichen Taunus-Guide.
... erfährst du im plazy-Podcast ‘places to go’. Zum Beispiel: Warum Moorbäder auch bei Kinderwunsch oder in den Wechseljahren helfen und wer die Wirkung von Moorbädern einst entdeckte und nach Bad Schwalbach brachte. Du findest die Episode überall, wo es Podcasts gibt, oder gleich hier: